Geschichtliche Daten: Gut Sandbeck Dies ist ein kurzer, nicht vollständiger Überblick über die Geschichte des Gutes Sandbeck und des Geschlechtes derer von Sandbeck. |
Jahr | Ereignis |
10. Jhd | Gründung eines Hofs durch einen Bremer Erzbischoff. Dieser Hof bildet die Grundlage des späteren Guts Sandbeck. |
1182 | Erste Erwähnung des Namens von Westerbike (Westerbeck), Ahnherren derer von Scharmbeck. |
1233 | Erste urkundliche Erwähnung des Namens Sandbeck. (Bertholdus von Westerbike, Ministerialer der Kirche von St. Petri zu Bremen, verkauft seinen Besitz in Sandbeck für 30 Mark an das Kloster Osterholz) |
1331 | Erste Erwähnung einer Familie von Sandebeke (Sandbeck) |
1343 | Heyno von Sandbeck führt ein Siegel, welches ein Schild mit kristallklarem Bach in blauem Feld, wohl den Scharmbecker Bach, zeigt. Der Bach fließt von rechts oben nach links unten. |
1454 | Bündnis der Sandbecker Berthold und Heino mit der Stadt Bremen. Sandbeck ist zu dieser Zeit Lehnsgut des Klosters Osterholz, daher häufige Streitigkeiten mit den Pröbsten. |
1499 | Bartold von Sandbeck führt 700 Mann, Truppen des Erzbischoffs Johann III. Rohde gegen die Wurster, die im Bund mit den Rüstringern gegen Bremen und den Grafen Johann von Oldenburg kämpften. |
1575 | Wird das Haupthaus des Guts Sandbeck neu erbaut, Bauherr ist Johann von Sandbeck. Baumeister ist der Bremer Ratszimmermeister Johan Stollink, der 1609 auch Obergeschoß und Dachstuhl des Bremer Rathauses schuf. |
1613 | Herman und Joachim von Sandbeck werden angeklagt, mit gespannten Pistolen und gezücktem Degen in die Häuser zweiter Klostermeier eingedrungen zu sein und dort erheblichen Schaden angerichtet zu haben. Ein Klostermeier wurde gröblich mißhandelt, ein anderer gröblich behandelt und gescholten. Anlaß dieses wenig rühmlichen Verhaltens war ein auf die beiden gedichtetes Spottlied, welche die Klostermeier gesungen hatten. Der Grund für das Spottlied waren häufige Übergriffe der Brüder von Sandbeck auf Klostermeier. |
1705 | Jürgen Franz von Sandbeck stirbt als königlich schwedischer Landrat. |
1789-1840 | Gottlieb Ernst von Sandbeck. Er war während der Franzosenzeit von 1812-1813 Maere (in etwa Bürgermeister) der Mairie Scharmbeck. Um 1800 gehören aus Scharmbeck 95 Hofstellen, aus Sandbeckerbruch alle 20 Hofstellen, aus Westerbeck 46 Hofstellen und aus Bargten 13 Hofstellen zum Gut Sandbeck. |
1855 | Stirbt der letzte Gutsbesitzer aus dem Adelsgeschlecht derer von Sandbeck. Das ehemals große Gut, es besaß mehr als 10.000 Morgen Land, war inzwischen so hoch verschuldet, dass es im selben Jahr für 140.000 Taler an den Bankier C. Horstmann aus Celle verkauft werden musste. |
1862 | Kauft ein Herr Thörnau das Gut für 70.000 Taler. Zu dieser Zeit ist das Gut durch Teilverkäufe bereits stark verkleinert. |
1875 | Gehörten nur noch 250 Morgen Land zum Gut. |