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Auszug aus der Geschichte Osterholz-Scharmbecks

  • 1043: Erste urkundliche Nachweise über ein Teilgebiet der jetzigen Stadt, nämlich Scharmbeck ("Scirnbeci")
     
  • 1182: Gründung des Benediktinerinnenklosters, die Urzelle des heutigen Stadtteils Osterholz. Erhalten sind die als romanische Basilika erbaute Klosterkirche und das 1562 entstandene jetzige Gemeindehaus.
     
  • 1233: Der Name Sandbeck wird erstmalig genannt. Das aus dem Jahr 1575 stammende Gutshaus hat die Stadt erworben, um es als kulturhistorische Stätte zu erhalten.
         
  • 1648: Der Bremer erzbischöflichen Zeit folgt die schwedische Regierung bis zum Jahre 1715. Osterholz ist mehr als 30 Jahre eine kleine schwedische Residenz und in erster Linie ein Verwaltungsort. Scharmbeck entwickelt sich dagegen zum Mittelpunkt des Handwerks, Gewerbes und Handels. Besondere Bedeutung erlangt die 1581 gegründete Tuchmacherzunft, die mehr als 300 Jahre besteht und erst 1903 aufgelöst wird.
         
  • 1692: Zum ersten Mal findet der Scharmbecker Markt satt. Im Laufe der Zeit entwickelte er sich zu einem der bedeutendsten Viehmärkte des nordwestdeutschen Raumes.
          
  • 19. Jahrhundert: Mit Eröffnung der Eisenbahn Bremen-Geestendorf - heute Bremerhaven - nehmen die Orte durch die Ansiedlung wichtiger Gewerbe- und Industriezweige (Zigarrenherstellung, Eisengießerei, Schiffswerft, Reiswerke) wirtschaftlichen Aufschwung. Die Bahnstation "Osterholz-Scharmbeck" gibt es zwar seit Bestehen der Strecke Bremen-Geestendorf, tatsächlich handelt es sich bei "Osterholz-Scharmbeck" jedoch bis 1927 um zwei selbständige Fleckengemeinden.
           
  • 24. Mai 1927: Das Preußische Staatsministerium regelt per Gesetz die Vereinigung von Osterholz, Scharmbeck, Bargten, Ahrensfelde und Sandbeckerbruch zum Flecken Osterholz-Scharmbeck.
       
  • 25. Oktober 1929: Das Preußische Staatsministerium verleiht der Gemeinde Osterholz-Scharmbeck die Stadtrechte.
      
  • 29. September 1936: Eingliederung der Gemeinden Buschhausen, Lintel, Westerbeck und ein Teil von Hülseberg nach Osterholz-Scharmbeck. Fast 40 Jahre bilden diese Ortsteile das Stadtgebiet. Die Einwohnerzahl erhöht sich ständig und beträgt 1939 rund 7.500.
       
  • 1942 bis 1946: Von äußeren Kriegseinwirkungen nahezu verschont geblieben, wird Osterholz-Scharmbeck für mehr als 5.000 Bombengeschädigte aus Bremen sowie Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten eine neue Heimat; die Einwohnerzahl wächst sprunghaft auf rund 12.500, bis 1974 dann auf etwa 15.500.
       
  • 13 Juni 1973: Der Niedersächsische Landtag beschließt ein Gesetz, nach dem mit Wirkung vom 1. März 1974 die Gemeinden Garlstedt, Heilshorn, Hülseberg, Ohlenstedt, Pennigbüttel, Sandhausen, Scharmbeckstotel, Teufelsmoor und der größte Teil der Gemeinde Freißenbüttel in die Stadt Osterholz-Scharmbeck eingegliedert wurden. Das so entstandene Stadtgebiet erreichte dadurch eine Fläche von annähernd 147 qkm und hat heute eine Einwohnerzahl von rund 33.000.
        
  • 1978: Das Jahr bringt der Stadt erneut gravierende Veränderungen: Durch die Stationierung einer US-Brigade und den Bau der Lucius-D.-Clay-Kaserne in der Ortschaft Garlstedt, sowie zugehöriger Infrastruktureinrichtungen und von über 1.000 Soldaten-Dienstwohnungen, wird Osterholz-Scharmbeck Garnisonstadt. Außer den rund 4.200 Soldaten der 2nd Armored Division (Fwd.) finden rund 4.000 US-Familienangehörige der US-Streitkräfte hier eine "Heimat auf Zeit".
       
  • 1992: Infolge des entspannten Ost-West-Verhältnisses wird die US-Brigade im Sommer 1992 abgezogen. Der Neubezug, der durch den Abzug der US-Streitkräfte freigewordenen Wohnungen, führte zu einem Anwachsen der Einwohnerzahl um ca. 5.000. Hierdurch bedingt waren besondere Aufwendungen im Bereich Schulen, Kindergärten und Jugend erforderlich.Um den Innenstadtbereich noch "wohnlicher" und als aufnahmefähiges Zentrum zu gestalten, wurde in den 70er und 80er Jahren rund um die St.-Willehadi-Kirche in Scharmbeck ein verkehrsberuhigter Fußgänger- und Einkaufsbereich gestaltet. Durch behutsame Sanierungsmaßnahmen wird erreicht, dass neue wie alte Bauwerke und großzügige Grünanlagen eine harmonische Stadtmitte bilden, die die Bedürfnisse von über 100.000 Menschen im Einzugsbereich Osterholz-Scharmbecks berücksichtigt.